Warum carpeDIEM?

Der Wandel der vorhandenen zentralen Energieversorgungsinfrastruktur in Richtung einer Versorgungsstruktur aus dezentralen und fluktuierenden Energieversorgungsanlagen aus erneuerbaren Energien birgt große Herausforderungen im Bereich des Netzbetriebes, um Versorgungssicherheit und Flexibilität zu gewährleisten.

Laut aktueller Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE, sind in Deutschland derzeit 1.5 Millionen Photovoltaikanlagen (PV) mit einer Gesamtleistung von ca. 40GW im Netz integriert (Stand: 2015), 70% dieser Anlagen sind im Niederspannungsnetz und 90% im Mittel-und Niederspannungsnetz eingebunden.

Der große Anteil an dezentralen und erneuerbarenEnergieversorgungsanlagen in den Mittel-und Niederspannungsnetzen hat zur Folge, dass es zu sogenannten wetterabhängigen Lastflüssen kommt, wenn große Mengen an Energie während der Überproduktionsphasen in den Mittel- und Niederspannungsnetzen aufwärts in die überliegenden Übertragungsnetze eingespeist wird.

Daraus resultieren Überschreitungen der Grenzwerte für Spannungs-und Frequenzabweichungen. Als Folge dessen sieht das Erneuerbaren-Energien-Gesetze (EEG, siehe §9) seit 2012 vor unter bestimmten Voraussetzungen die Einspeisung dieser Anlagen abregeln oder diese komplett abschalten können. Eine Abregelung bzw. Abschaltung erneuerbarer Energieressourcen, kann vor dem Hintergrund der Zielsetzung den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen, nur ein temporäres Mittel sein, bis effektivere Technologien im Bereich des Smart Grids, zur Integration erneuerbarer Energieressourcen in das vorhandene Netz, zur Verfügung stehen.