Dorothy Crowfoot Hodgkin

Ein Leben für die Kristalle (1910-1994)

Besondere wissenschaftliche Verdienste

  • Dorothy Crowfoot Hodgkins Hauptforschungsgebiet war die Chemie des Insulins und die Kristallographie, worüber sie zahlreiche Arbeiten veröffentlichte.Sie galt auch als entscheidende Wegbereiterin der Molekularbiologie.
  • Nobelpreis für Chemie 1964
  • Neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit engagierte sie sich für die Pugwash-Konferenz, die sich für die Verständigung zwischen Wissenschaftler_innen in Ost und West einsetzte.

Lebenslauf

Poster Dorothy Crowfoot Hodgkin
Dorothy Crowfoot Hodgkin

1910  Dorothy Crowfoot wird in Kairo geboren. Bereits in der Schule interessiert sie sich sehr für die Strukturanalyse von Kristallen und für Chemie. Sie findet damit schon früh ihre Berufung fürs Leben.

1928-1932  studiert sie als eine der ganz wenigen Studentinnen Chemie, Archäologie und Kristallographie an der Universität Oxford.

1934  unterrichtet Dorothy Crowfoot am Somerville College.

1937  Promotion am Somerville College und Heirat mit dem Historiker Thomas Hodgkin.

1938  erkrankt sie kurz nach der Geburt ihres ersten Kindes an schwerem, unheilbarem Gelenkrheuma. Trotz der Verwachsungen ihrer Gelenke und den damit verbundenen Schmerzen bleibt sie ihrer wissenschaftlichen Arbeit treu. Immer wieder engagiert die dreifache Mutter auch Frauen in ihrer Arbeitsgruppe.

1947  wird Dorothy Crowfoot Hodgkin Mitglied der exklusiven Royal Society – als dritte Frau überhaupt.

1948  Dorothy Crowfoot Hodgkin erhält durch die heutige Queen Elizabeth II. die Auszeichnung Order of Merit, den höchsten britischen Zivilorden. Sie ist nach Florence Nightingale die zweite Frau, die diesen Orden erhält.

1956  wird Dorothy Crowfoot Hodgkin Mitglied der Royal Netherlands Academy of Sciences. Sie nimmt eine Professur an und hat in den folgenden Jahren wechselnde Positionen an der Universität Oxford inne.

1958  Mitglied der Bostoner American Academy of Arts and Sciences.

1960  Forschungsprofessorin der Royal Society (Wolfson-Professorin).

1964  Dorothy Crowfoot Hodgkin erhält den Nobelpreis für Chemie für die röntgenologische Analyse und Strukturaufklärung des Vitamin B 12. Sie ist die dritte Frau weltweit, die diese hohe wissenschaftliche Auszeichnung erhält. Sie ist Mitbegründerin der internationalen Kristallographenvereinigung.

1969  Mit Hilfe einer speziellen Strukturanalyse-Röntgenapparatur gelingt es ihr und ihrem Team, die Struktur des Penicillins, des Insulins und des Cholesterins darzustellen.

1977  Pensionierung.

1994  am 29. Juli stirbt Dorothy Crowfoot Hodgkin in Shipston-on-Stour, England.