Wolfgang Stamer

Nachrichtentechnik, Diplom, 1977

Wolfgang Stamer

Wie ich auf die FH Lübeck gekommen bin

  • Lehre als Fernmeldehandwerker
  • Zweiter Bildungsweg in Hamburg mit Abschluss Fachabitur
  • Bewerbung an der FHL, weil am nächsten am Wohnort
  • Zusage und Studienbeginn zum SS 1973

Meine Highlights aus dem Studium

  • Gemeinsame Lernstunden mit Freunden
  • Unterhaltsame Abende in den Studentenhochhäusern
  • Segeln gelernt in der studentischen Segelgruppe

Ein kurzer Rückblick auf das Studium

Zunächst ein ungewohnter, neuer Lebensabschnitt. Studentenbude suchen, erstes Alleinleben und -versorgen. Viele neue Leute. Dann aber schnell viele nette Kommilitonen kennen gelernt, viele gemeinsame Unternehmungen.

Grundstudium etwas schwierig und anstrengend. Nicht immer alle Scheine geschafft. (Es lag auch an Dozenten.) Ein Semester zusätzlich benötigt. Fachstudium mit Praktika und Diplomarbeit dann aber problemlos. Letztlich guten Abschluss erzielt. Es war eine schöne Studienzeit!

Der erste Job und wie es dazu kam

Mein Wunschberuf war Entwicklungsingenieur. Nach ca. 10 Bewerbungen (höchstens) hat es dann geklappt. ab 1.10.1977, also 2 Monate nach Studienende. Entwicklungsingenieur für Elektronik bei der AEG Sondertechnik in Wedel. Sehr spannend, weil dort Forschungsprojekte für terrestrische Solaranlagen vom BMFT aufgelegt waren. Erster Kontakt mit Prozessrechnern (AEG 8020). Schulungen in Konstanz und danach Softwareentwicklung für Maschinen zur Solargeneratorfertigung. Besuch des Forschungsministers Volker Hauff zur Inbetriebnahme der Anlage.

Es war eine wahnsinnig schöne, spannende Zeit. Viele Jungingenieure und lockere Doktoren. Viele gemeinsame Aktionen auch außerhalb der Arbeit. Dort habe ich gelernt, einander Wert zu schätzen und zu akzeptieren. Etwas, was ich nach wie vor als sehr wichtig erachte und was offenbar vielerorts verloren gegangen ist.

Meine jetzige Tätigkeit

Ausgestiegen aus der Arbeitswelt zum 31.12.2012 mit 61 Jahren. Bis dahin seit dem 1.10.1982 tätig bei der Axel Springer AG im Druckhaus in Ahrensburg. Also über 30 Jahre. Zunächst als Systemmanager eines Mainframe-Computers von DEC. Später - nach weiterer Computerisierung - Abteilungsleiter der von mir gegründeten Abteilung Systemtechnik mit 4 Mitarbeitern. Seit 2005 bis zum Ausscheiden dann Fachbereichsleiter der Druckvorstufe, mit bis zu 20 Mitarbeitern. Technische Modernisierung und Reorganisierung der Abteilung. Chef spielen bis zum freiwilligen Ausscheiden.

Meine Tipps an die Studierenden von heute

  • Freundschaften aufbauen und pflegen unter den Kommilitonen. Das hilft beim Lernen und schafft Motivation.
  • "Mut zur Lücke"! Ein Wahlspruch, den ich von damals übernommen habe. Was man nicht weiß, das weiß man eben nicht. Wird schon schief gehen in den Klausuren. Hat eigentlich immer geklappt.
  • Akzeptiert Andere. Auch sie sind keine Idioten (meistens).
  • Akzeptiert Meinungen, diskutiert sie aus.
  • Mobbing ist so was von doof und hilft letztlich niemandem.