Benjamin Janke

Architektur, Diplom, 2004

Wie ich auf die FH Lübeck gekommen bin

Mein Weg zur Fachhochschule verlief nicht ganz gradlinig: Nach meinem Schulabschluss habe ich eine Ausbildung zum Bauschlosser gemacht. In dieser Zeit wurde meine Begeisterung für Architektur, für Material und für Bauprozesse geweckt. Die Entscheidung für die FH Lübeck fiel dann vor allem aufgrund der örtlichen Nähe.

Meine Highlights aus dem Studium

Auf jeden Fall die Erstsemesterpartys! Unvergessen sind auch die Vorlesungen Baugeschichte mit Prof. Ulrich Nieschalk am Montagmorgen in stockfinsterem Hörsaal. Exkursionen!

Ein kurzer Rückblick auf das Studium

Mein Studium habe ich in der Regelstudienzeit durchgezogen und trotzdem hatte ich oft das Gefühl, zu viele Lehrlaufzeiten zu haben. Hervorzuheben ist auf jeden Fall der starke Praxisbezug der Dozenten. Gerade im Hauptstudium bezogen sich die Semesterarbeiten meist auf reale Projekte mit ganz "handfesten" Anforderungen.

Der erste Job und wie es dazu kam

Meine erste Anstellung entwickelte sich aus der Diplomarbeit. Über Empfehlungen kam ich zu einem Bauunternehmen in Hamburg. Dort habe ich meine Diplomarbeit über wirtschaftliche Aspekte und Bauablaufoptimierung im Geschosswohnungsbau geschrieben. Darauf folgt eine einjährig befristete Anstellung als Bau- und Projektleiter.

Die zweite Anstellung fand ich bei einem bundesweit tätigen Dachtechnikunternehmen. Ebenfalls als Projektleiter habe ich am Bau der Hallen für den Airbus A380 in Finkenwerder mitgewirkt.

Wiederum nach einem Jahr wechselte ich an die Ostsee als Projektleiter für schlüsselfertige Ein- und Mehrfamilienhäuser.

Meine jetzige Tätigkeit

Seit 2010 bin als freischaffender Architekt selbstständig. Heute baue ich überwiegend Wohn- und Geschäftshäuser an der Ostsee. Meine Auftraggeber sind Privatpersonen, Investorengruppen und Gesellschaften. Als Selbstständiger habe ich Höhen und teils enorme Tiefen erlebt. Ich würde diese Entscheidung aber stets wieder treffen. Auf diese Weise habe ich die Möglichkeit, Architektur nach meinen Vorstellungen zu gestalten, Gebäude zu konstruieren und Bauabläufe zu steuern und zu optimieren.

Bei meinen Projekten greife ich auf die Zusammenarbeit mit anderen Architekten, Ingenieuren und Zeichnern zurück.

Meine Tipps an die Studierenden von heute

Mir wurde sehr schnell klar, dass das Studium uns nur zu einem sehr kleinen Teil auf das vorbereitet, was im Anschluss folgt. Aus meiner Sicht ist das maßgebliche Kriterium für den beruflichen Erfolg die Kommunikation, noch vor fachlichen oder entwurflichen Fähigkeiten. Kundengespräche zu führen, eigene Ideen zu verkaufen, sich gegenüber Behörden, Banken oder Unternehmen Gehör zu verschaffen und durchzusetzen, all dies ist in unserem Beruf unverzichtbar.

Ebenso wichtig sind nach wie vor persönliche Kontakte. Anfragen und Aufträge kommen zu mir heute ausschließlich über Empfehlungen.