Hauke Guttenberg

Architektur, Diplom, 1998

Hauke Guttenberg

Wie ich auf die FH Lübeck gekommen bin

Ich hatte eigentlich geplant, in Hamburg zu studieren, habe mich aber "aus Sicherheit" auch an anderen Hochschulen beworben. Lübeck sendete die erste Zusage und ich nahm an den ersten Lehrveranstaltungen teil. Schon nach wenigen Tagen lernte ich den Campus, die Altstadt und nicht zuletzt meine Kommiliton/innen zu schätzen und dachte, dass dies hier ein guter Ort zum Leben und zum Studieren ist - und sagte den anderen Hochschulen ab.

Meine Highlights aus dem Studium

Ein besonderes Highlight war ohne Frage das Baufest 1993 am Ende meines ersten Semesters - nach langer Zeit das Erste seiner Art. Auch die Exkursionen blieben mir gut in Erinnerung. Die Teilnahme an Studentenwettbewerben (sogar mit kleineren Erfolgen) war ebenfalls von einiger Bedeutung und erweiterten den Horizont.

Daneben engagierte ich mich in StuPa, Fachschaft und AStA. Die Erlebnisse und Aktionen aus dieser Sparte prägen mich bis heute.

Ein kurzer Rückblick auf das Studium

Die Semester mit ihren Vorlesungsplänen waren recht verschult, so dass eine absolute studentische Freiheit nicht wirklich bestand - kein Nachteil. Die Kurse waren mit 15-20 Studierenden übersichtlich, so dass zu den Professor/innen ein gutes, verbindliches Verhältnis aufgebaut werden konnte; einige von diesen Bindungen bestehen noch heute.

Mein Gefühl vom Studiumstart, dass dies ein guter Ort zum Studieren sei, hat sich bestätigt. Mit entsprechendem Engagement ließ sich eine gute Ausgangsbasis für den Berufsstart erreichen.

Der erste Job und wie es dazu kam

Der Start in den Beruf war nicht leicht. Zwar hatte ich aufgrund meiner studentischen Mitarbeit in Büros schon meine ersten Gehversuche erfolgreich bestanden; aber einen "richtigen" Job zu finden war schwierig. Aus privaten Gründen wollte ich in Lübeck bleiben, und hier war der Arbeitsmarkt für Jungarchitekten Anfang 1998 alles andere als glücklich. Eine erste Anstellung in einem kleinen Büro erwies sich als "Griff daneben", so dass ich nach wenigen Wochen einen Neustart wagte. Als freier Mitarbeiter fing ich einem sehr netten Büro in sehr interessanten Projekten an mitzuwirken. Leider blieben Folgeprojekte aus, so dass ich nach kurzer Zeit in ein Büro nahe Hamburg wechselte.

Innerhalb des ersten Berufsjahres war ich also in drei Büros tätig. Etwas Kontinuität und Beständigkeit sollten sich erst später einstellen.

Meine jetzige Tätigkeit

Seit 2000 bin ich für eine städtische Gesellschaft in Lübeck tätig. Meine Hauptaufgaben drehen sich vornehmlich um die Projektentwicklung, das Baumanagement und das Technische Gebäudemanagement gewerblicher und kommunaler Bauvorhaben und Objekte. Ein Schwerpunkt der vergangenen Jahre lag in der Umnutzung und Sanierung denkmalgeschützter Bausubstanz. Die Aufgaben verteilen sich dabei zu gleichen Teilen auf die Leistungsbilder und -phasen nach AHO und HOAI.

Daneben nehme ich seit 2005 einen Lehrauftrag an der FH Lübeck für Bau-Projektmanagement und Bau-Projektentwicklung wahr. Der Kontakt und die Zusammenarbeit mit den jungen, künftigen Kolleg/innen (und den Professor/innen) macht viel Spaß. Und so bin ich gehalten, auch die wissenschaftlich-theoretischen Aspekte meines Fachgebiets stets up-to-date zu halten.

Meine Tipps an die Studierenden von heute

Zieht euer Studium nicht einfach nur durch, sondern schaut nach links und nach rechts. Nehmt auch Lernangebote außerhalb eurer Disziplin wahr, stellt euer Wissen auf eine breite, allgemeine Basis. Neben der fachlichen Qualifikation fordert der Arbeitsmarkt in wachsendem Maße eine Sicherheit in den "Social and Soft Skills".

Und legt euch nicht zu früh auf berufliche Laufbahnen fest, sondern bleibt in alle Richtungen offen. So bieten sich die meisten Chancen. Einer meiner Professoren sagte: "Es wachsen viele Blumen in unserem Garten." Er hatte Recht.