Härtefall und Nachteilsausgleich

In besonders begründeten Fällen kann von den üblichen Modalitäten des Zulassungsverfahrens abgewichen werden. Auf dieser Seite können Sie sich über Härtefallanträge und Anträge auf Nachteilsausgleich informieren.

  • Härtefall

    Die Fachhochschule Lübeck hält bis zu 2% der Studienplätze in zulassungsbeschränkten Studiengängen für Fälle außergewöhnlicher Härte bereit. Im Rahmen dieser Quote führt die Anerkennung eines Härtefallantrages ohne Berücksichtigung von Auswahlkriterien (z. B. Durchschnittsnote, Wartezeit) unmittelbar zur Zulassung vor allen anderen Bewerber_innen. Der Antrag kommt daher nur für wenige Personen in Betracht.

    Nicht jede Beeinträchtigung, mag sie auch als hart empfunden werden, rechtfertigt eine Zulassung als Härtefall. Vielmehr müssen in der Person der Bewerberin/des Bewerbers so schwerwiegende gesundheitliche, soziale oder familiäre Gründe vorliegen, dass es ihr auch bei Anlegung besonders strenger Maßstäbe nicht zugemutet werden kann, auch nur ein Semester auf die Zulassung zu warten. Es muss also eine besondere Ausnahmesituation vorliegen.

    Die weitreichende Bedeutung einer positiven Härtefallentscheidung für diejenigen Bewerber/innen, die wegen der Besetzung der Studienplätze durch Härtefälle nicht mehr nach den allgemeinen Auswahlkriterien zugelassen werden können, machen eine besonders kritische Prüfung der vorgetragenen Begründung und der vorgelegten Nachweise notwendig.

    Bisher wurden an der Fachhochschule Lübeck nur wenige Härtefallanträge anerkannt.

    Nähere Informationen zum Thema enthält das Merkblatt zum Härtefallantrag.

  • Nachteilsausgleich

    Bei der Vergabe der Studienplätze in den Bachelor-Studiengängen sind die Durchschnittsnote und die Wartezeit wesentliche Auswahlkriterien. Wird nachgewiesen, dass Leistungsbeeinträchtigungen, die die Bewerberin/ der Bewerber nicht zu vertreten haben, sie/ ihn daran gehindert haben, die Hochschulzugangsberechtigung zu einem früheren Zeitpunkt zu erwerben oder eine bessere Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung zu erlangen, so kann die Wartezeit verbessert oder die Note angehoben werden.

    Entsprechende Nachweise (amtlich beglaubigte Kopien) sind beizufügen! Soll ein Antrag auf Verbesserung der Wartezeit oder Durchschnittsnote gestellt werden, müssen Nachweise des Leistungsverlaufes der Schulzeugnisse und ggf. ein Schulgutachten vorgelegt werden. Bei Bewerbungen für Master-Studiengänge kann kein Nachteilsausgleich geltend gemacht werden. Nähere Informationen zum Nachteilsausgleich enthalten die Merkblätter zu den Antragsformularen: