Städtebau und Ortsplanung, M.Sc.

Der Hochschulstandort in der Welterbestadt Lübeck, die Lage in der Metropolregion Hamburg und die Herausforderungen der Entwicklung in den Städten und Orten des ländlichen Raumes sowie  der Küstenregion setzten thematische Schwerpunkte für das inhaltliche Profil und die Lehrinhalte.
Kreativität, Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit sowie Sicherheit im städtebaulichen Entwurf und der Steuerung planerischer Prozesse sind wichtige Ziele der Ausbildung.

  • Lehrinhalte

    Das Studienangebot im Master Städtebau und Ortsplanung besteht aus einem dreisemestrigen Projektstudium plus einem Semester zur Anfertigung der Masterarbeit, in das auch die Wahlfächer eingeordnet sind.

    Kern des Projektstudiums sind drei praxisorientierte Entwurfs- und Planungsprojekte, die in der Regel in Kooperation mit Kommunen oder anderen Planungsträgern durchgeführt werden (Studienprojekte 1 bis 3). In der Bearbeitung der Studienprojekte über die drei aufeinanderfolgenden Semester steigert sich die Komplexität der Aufgaben sowie das Maß der Eigenständigkeit der Bearbeitung durch die Studierenden vom Studienprojekt 1 als städtebauliches Einstiegsprojekt bis zum dritten Studienprojekt, das eine eigenständige Auswahl des Themas und die Erfassung der Problem- und Aufgabenstellung verlangt.  

    Das Studienprojekt 2 bietet drei inhaltliche Wahlmöglichkeiten von denen jede (Quartier Neu, Quartier Umbau, Ortsentwicklung) mit jeweils einem der begleitenden Seminare im zweiten Fachsemester inhaltlich und durch die Lehrenden personell verknüpft wird um eine thematische Vertiefung zu ermöglichen. Übergreifend wird das Angebot des Studienprojektes 2 auch im Schwerpunkt Gesundheit im Master Architektur angeboten. 

    Inhaltlich miteinander verbunden und aufeinander aufbauend werden die drei Module des Lehrbereiches 'Integrierte städtebauliche Planung' über drei Semester angeboten. Im Rahmen der drei Module im Umfang von 18 ECTS wird aufbauend auf dem Entwurf im Studienprojekt 1 ein städtebaulicher Planungsprozess mit den verschiedenen inhaltlichen, rechtlichen, wirtschaftlichen und infrastrukturellen Anforderungen integriert behandelt

    Diese beiden Kernelemente mit den verbundenen Seminaren sind fest im Studienverlauf verankert und werden durch die weiteren Module aus dem Lehrbereich 'Grundlagen und Methoden' sowie 'Instrumente und Verfahren' ergänzt, die jeweils im 1. und 3. Semester frei wählbar sind. Den Abschluss stellt die Masterthesis im 4. Semester dar. 

  • Ziele

    Ziel ist ein effektives aber auch intensives Studium, dass durch kleine Gruppen von max. 25 Studierenden und dem direktem Austausch von Lehrenden und Studierenden geprägt ist. Zur Sicherung einer praxisnahen Ausbildung wird die Kooperation mit kommunalen Planungsämtern, Ministerien, Entwicklungsträgern, Planungsbüros wie auch anderen Hochschulen groß geschrieben.

    Planung und Gestaltung wird als integrierte Aufgabe verstanden und den Masterstudierenden soll das Wissen und die Fähigkeit vermittelt werden, ganzheitliche Sichtweisen zu entwickeln und Planungsaufgaben interdisziplinär erfolgreich zu bearbeiten.

    Der Masterstudiengang wird von Lehrenden aus den Disziplinen Stadt- und Raumplanung, Städtebau, Architektur sowie aus dem Bauingenieurwesen – vor allem Verkehrs- und Infrastrukturplanung  - getragen. Lehrbeauftragte aus der Berufspraxis und Gastdozenten von in- und ausländischen Hochschulen ergänzen das Lehrangebot. Das Lehrkonzept integriert die Erfahrungen der Studierenden aus unterschiedlichen Disziplinen

  • Hochschulgrad

    Mit dem erfolgreichen Abschluss des Studiums erhalten die Masterabsolventinnen und Masterabsolventen einen europaweit anerkannten zweiten akademischen berufsqualifizierender Abschluss.
    Master of Science, kurz M.Sc.
    Der Abschluss Master of Science eröffnet den Zugang zum höheren technischen Dienst und berechtigt zur Promotion. Das Masterstudium schafft in Verbindung mit einem ersten berufsqualifizierenden Studium der Architektur, des Städtebaus oder der Stadt- bzw. Raumplanung jeweils in Abhängigkeit zu den länderspezifischen Anforderungen der Architektenkammern die Voraussetzung zur Eintragung in die Stadtplanerlisten.

    Der Fachbereich Bauwesen ist Partner der aik Architekten und Ingenieurkammer, Schleswig-Holstein.

  • Berufsbild

    Was macht eigentlich eine Stadtplanerin oder ein oder Stadtplaner?

    Stadtplanung befasst sich mit der städtebaulichen Gestaltung wie auch der Organisation und Koordinierung der Entwicklung von Regionen, Städten und Stadtteilen.
    Diese Aufgabe erfordert die Fähigkeit städtebauliche Entwürfe und Pläne - auch im Austausch und in Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen wie z.B. der Verkehrs- und Landschaftsplanung – entwickeln und im Entwurf umsetzen zu können.
    Kooperations-, Kommunikations-und Managementfähigkeiten sind gefordert um Planungsinhalte und –ziele programmatisch zu erarbeiten, zu vermitteln und in der Umsetzung mit verschiedenen öffentlichen und privaten Akteuren zu steuern und zu betreuen.

    Das wesentliche rechtliche Instrumentarium zur Umsetzung von Plänen mit dem sich die Stadtplanung beschäftigt ist das Bau- und Planungsrecht durch das  z.B. die Erstellung von Flächennutzungs- und Bebauungsplänen als Kernelemente der städtebaulichen Planung geregelt wird. Dies wird ergänzt um eine Vielzahl informeller Instrumente wie Rahmenpläne, Masterpläne und andere strategische Konzepte, die zur Abstimmung und Entwicklung von städtischen Räumen genutzt werden.
    Zunehmend treten auch die Anforderungen an eine umfassende Beteiligung der Bewohner in den Vordergrund von Planungsaufgaben, die zu entwickeln und durchzuführen eine wichtige Rolle der Stadtplanung ist.

    Thematisch reicht das Feld der Stadtplanung von der Planung und Gestaltung von neuen Stadtteilen als Stadterweiterung bis hin zur Stadterneuerung, der Erhaltung und Qualifizierung der vorhandenen Stadtstrukturen. Stadtplanung übernimmt eine wichtige Rolle in der Umsetzung des Ziels einer nachhaltigen Entwicklung und ist eine Disziplin, die vielfältige Schwerpunkte und unterschiedliche berufliche Betätigungsfelder eröffnet.