Umfassender Umweltschutz stellt eine zentrale Herausforderung zur Sicherung der Lebensgrundlage aller Organismen und letztlich auch des Menschen dar. Für die Implementierung des Umweltschutzes stellen sich jedoch zahlreiche Fragen, zeigen sich Interessenskonflikte und ergeben sich viele Herausforderungen. Angesichts der vielschichtigen Verknüpfung von Themen und Akteuren in einem globalen System der technischen, ökonomischen, ökologischen und sozialen Ebenen kann Umweltschutz nur durch ein interdisziplinäres Zusammenspiel von Akteuren gelingen.
Naturwissenschaftliches und technisches Know-How bieten eine hervorragende Basis, um die menschliche Technosphäre zu optimieren. Technische Anlagen sind dabei heute hochkomplex und deren Gestaltung, Herstellung, Bedienung und v.a. Optimierung bedarf i.d.R. eines detaillierten technischen Fachwissens, das sich über viele verschiedene Disziplinen erstreckt. Um Verbesserungen hin zu mehr Umweltschutz tatsächlich zu fördern und umzusetzen, bedarf es jedoch zudem geeigneter Rahmenbedingungen (z.B. Gesetzgebung, ökonomische Steuerungselemente). Ob aus Forschungsarbeiten resultierende Erneuerungen sich im Markt etablieren, hängt von geeigneten politischen Fördermaßnahmen ebenso ab, wie von einem guten betrieblichen Management.
Der Studiengang umfasst daher neben technisch-naturwissenschaftlichen Fächern auch Veranstaltungen zu relevanter Rahmensetzung und Management.

Lehrinhalte:

In den ersten Semestern liegt der Schwerpunkt auf naturwissenschaftliche u. technische Grundlagenfächer.
Die Grundlagen der Umwelttechnik und des Umweltmanagements werden ab dem 3. Semester vermittelt. Auf dieser Basis erfolgt eine fachliche Vertiefung in den Bereichen der Umwelttechnik und des Umweltmanagements.  
Den Studierenden bietet sich in den 4.-6. Semestern ein breites Spektrum zur individuellen Gestaltung des vertieften Studiums. Dazu gehört die Option, frei wählbare Kurse an der gesamten Fachhochschule zu belegen. Besonders aber steht ein sehr breiter Pool an Fachveranstaltungen aus den verschiedenen Fachdisziplinen zur Wahl.
Im 6. Semester ermöglichen individualisierte Projektarbeiten die konkrete und ggf. interdisziplinäre Befassung mit ganz spezifischen Fragestellungen. Darüber hinaus kann dieses Semester auch für ein Auslandsstudium an einer europäischen oder außereuropäischen Hochschule genutzt werden (Mobilitätsfenster).
Im abschließenden 7. Semester absolvieren die Studierenden zunächst ein Berufspraktikum in einem (Industrie-) Unternehmen oder einer öffentlichen Einrichtung im In- oder Ausland. Im Rahmen der sich anschließenden ebenfalls 3-monatigen Bachelorarbeit bearbeiten sie eigenständig eine anwendungsbezogene Fragestellung.

Die meisten Studierenden führen die Bachelorarbeit bei einem externen Praxispartner durch.