Die Notwendigkeit, das menschliche Handeln stärker an Kriterien der Nachhaltigkeit, insbesondere
der Ressourcenschonung und der Umweltverträglichkeit zu orientieren, wird lokal bis global immer
offensichtlicher. Treiber können wirtschaftliche Aspekte wie Energie- und Rohstoffkosten oder einge-
schränkte Verfügbarkeit von Frischwasser, aber auch bedenkliche Umweltbelastungen sein.

Deutschland genießt weltweit einen Ruf als Vorreiter in der Umwelttechnik. Öffentliche Förderprogramme sowie die enge Zusammenarbeit der Forschungseinrichtungen mit Industrieunternehmen haben einen attraktiven Umweltmarkt geschaffen. Das Studienprogramm Master Environmental Engineering soll dazu beitragen, die Professionalität von Experten im Umweltschutz auf der Basis fundierter Umweltbewertung und innovativer Technologien weiter zu qualifizieren.

Die interdisziplinäre Kompetenzbildung auf dem Gebiet der Umwelttechnik und nachhaltiger Entwicklung
eröffnet den Studierenden ein breites internationales Arbeitsfeld. Mögliche Arbeitgeber sind Behörden,
NGOs, wissenschaftliche Institutionen, Beratungs- und Planungsgesellschaften, Unternehmen und umwelt- wie wasserwirtschaftliche Betriebe und Organisationen. Die Aufgabenfelder können technisch orientierter sowie planerischer oder beratender Natur sein. Das kann z.B. beinhalten: die Auslegung sowie die Genehmigungsvorbereitung für umwelttechnische und wasserwirtschaftliche Anlagen und Betrieb, die strategische Planung und Bewertung von umwelttechnischen und wasserwirtschaftlichen Maßnahmen sowie die Entwicklung lokaler, regionaler oder überregionaler Nachhaltigkeitskonzepte.

Studienintegrierte Projekte über die gesamte Studiendauer unterstützen die Schulung von Kompetenzen
zur Entwicklung von Lösungsstrategien, Anwendung bedarfsorientierter technischer Ansätze sowie die
Ausbildung einer hohen Sozialkompetenz. In Teams werden wissenschaftliche und industrielle Themen-stellungen bearbeitet, die Bestandteil laufender Vorhaben der beteiligten Dozenten des Studiengangs sind. Diese Vorhaben sind regionaler und internationaler Natur und können nach Schwerpunkten – Umwelttechnik, Wasserwirtschaft, Nachhaltigkeit – von den Studierenden belegt werden, die damit ihr Studium interessenorientiert gestalten können.

Der Studiengang zeichnet sich durch den Fokus auf folgenden fachlichen Kompetenzfeldern aus:

  • Umweltverfahrenstechnik (Prozesse in den Schwerpunktbereichen Luftreinhaltung, Abfall- und Abwasserbehandlung sowie Verfahren der energetischen  Biomassenutzung)
  • Industrielle Ökologie und Nachhaltigkeitsstrategien (Bewertung von Prozessen und Produkten, Entwicklung von Nachhaltigkeitsstrategien)
  • Umweltwasserwesen (Umwelthydrologie, naturnaher Wasserbau und Siedlungswasserwirtschaft mit Umweltbezug) 

Qualifizierungsziele des Studiengangs

Die Fachhochschule baut mit dem Master Environmental Engineering (MaEE) ihr bestehendes inter- nationales Engagement aus. Neben dem Bildungsauftrag will die FH Lübeck mit einer zielgerichteten Ausbildung zur Lösung akuter Probleme im weltweiten Umweltschutz durch die Versorgung mit hoch- qualifizierten und hochmotivierten Fachkräften beitragen. Die Erfahrungen der am Studienprogramm beteiligten Professoren in internationalen Projekten hat zu einem Konzept geführt, das:

  • die lokalen, regionalen und internationalen Herausforderungen des Umweltschutzes im Kontext gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklungen betrachtet.
  • technische Lösungen für Vorsorge und Minderungsmaßnahmen für Umweltbelastungen gezielt anpasst,
  • die umweltorientierte Wasserwirtschaft im regionalen und internationalen Kontext als ein neues wichtiges Handlungsfeld behandelt.

Wir bilden Fachkräfte mit Berufserfahrung aus, die anwendungsorientiert lernen, Verfahren zu Luftrein- haltung, Wasser-, Abwasser- und Abfallbehandlung sowie zur energetischen Biomassenutzung  unter Berücksichtigung der jeweiligen spezifischen Rahmenbedingungen auszuwählen, auszulegen und zu planen. Studierende lernen, Standortauswahl und Planung im Sinne der industriellen Ökologie ressour-censchonend zu gestalten und Prozesse und Produkte hinsichtlich der Umweltverträglichkeit zu bewerten und zu gestalten und Nachhaltigkeitsstrategien zu entwerfen und zu analysieren. Im MaEE werden Fähig- keiten vermittelt, Hochwasserschutz und Wasserbehandlung in wachsenden Städten mit regionalen Ansätzen und unter Anwendung von umwelthydrologischen Kenntnissen zu verbessern und wasserbau- liche Lösungen in Anpassung an regionalen Bedingungen und Baustoffe für die Verbesserung der Ge- wässergüte und Gewässerstrukturgüte zu entwickeln sowie umweltverträgliche wasserbauliche Lösungen für die Wasserkrafterzeugung zu finden.

Im Studiengang wird großes Gewicht auf Wissenschaftlichkeit, Anwendungsorientierung und problem-
orientierte und problemangepasste Lösungssuche im Zusammenspiel mit gesellschaftlichen Voraus-
setzungen und im Schnittfeld unterschiedlicher Interessen gelegt. Studienintegrierte Projekte über die gesamte Studiendauer zielen ab auf die Schulung von Kompetenzen zur Entwicklung von Lösungs- strategien, Anwendung bedarfsorientierter technischer Ansätze sowie die Ausbildung einer hohen Sozialkompetenz. In Teams werden wissenschaftliche und industrielle Themenstellungen bearbeitet, die Bestandteil laufender Vorhaben der beteiligten Dozenten des Studiengangs sind.