• Grund- und Vertiefungsstudium

    Das Basisstudium mit gleichen Lehrveranstaltungen für Alle umfasst die ersten beiden Semester. In dieser Zeit können die Studierenden Kontakte untereinander knüpfen und sich Gedanken über die zu wählende Vertiefungsrichtung machen.

    Am Ende des zweiten Semesters findet eine eingehende Informationsveranstaltung im Rahmen der Vorlesung "Einführung in die Medizintechnik 1" statt, nach der die Studierenden ihre Vertiefungs-
    richtung (EMG, OT, QMQST) und vielleicht auch schon Spezialisierungsmodule wählen sollten.

    Ab dem dritten Semester findet dann bereits die erste studienrichtungsspezifische Veranstaltung statt, ebenfalls das erste Modul mit Wahlfächern. Der Anteil gemeinsamer Vorlesungen ist aber immer noch bewusst sehr hoch gehalten. Ein "Umsteuern" auf die jeweils andere Vertiefungs-
    richtung ist nach dem dritten Semester noch möglich, nach dem vierten oder höheren Semester wird dieses immer schwieriger und ist mit teils erheblicher Mehrarbeit verbunden. Das fünfte und sechste Semester ist von studienrichtungsspezifischen Vorlesungen und Wahrnehmung von Höher-
    qualifikationen geprägt. Das siebte Semester umfasst die 12-wöchigen Praxisphase und die 3-monatige Bachelor-Arbeit.

    Das Studium läßt sich durch Spezialisierungen weiter ausprägen.

  • Entwicklung medizinischer Geräte und Verfahren (EMG)

    Diese Vertiefung gibt einen breiten Einblick in verschiedene Felder der Medizintechnik. Absolventen finden als "Generalisten" ein weites Einsatzfeld. Es werden genügend Grundlagen vermittelt, um eine spätere Spezialisierung in einer Firma zu ermöglichen.

    Die Absolventen der Vertiefung „EMG“ werden z.B. in der Entwicklung (Elektronik, Mechanik, Systemdesign), im Produktmanagement, als Produktberater, in der Fertigung und anderen technisch orientierten Bereichen arbeiten. Sollte bereits im Studium eine Neigung erkennbar sein, kann diese bereits früh zu einer vielleicht technischen Spezialisierung führen. Die Inhalte dieser Vertiefung werden regelmäßig auf Anregung der Industrie erweitert, insbesondere erfolgte zuletzt eine noch stärkere technische Ausprägung.)

    Aufgrund der späteren Bedeutung im Beruf wird Wert auf die Förderung der Eigeninitiative gelegt. Lernen findet in der Regel in Lerngruppen statt, Praktika in Gruppen, von denen erwartet wird, dass diese sich selbst organisieren. Besonders das "Containerprojekt" erfordert ein hohes Maß an Eigeninitiative, um Treffen zu organisieren, Aufgaben zu verteilen und vor allem Ergebnisse zu integrieren und zu präsentieren.

  • Ophthalmotechnologie (OT): Auge. Medizin. Optik.

    Ingenieure für Ophthalmotechnologie arbeiten in allen Bereichen, in denen „Sehen“ auf „Technik“ trifft. Sie verbinden die Disziplinen Augenheilkunde (Ophthalmo-) und technische Optik (-technologie). Die Studierenden erhalten sowohl eine fundierte ingenieurtechnische Grundausbildung mit vertieftem Wissen im Bereich der optischen Technologien als auch detaillierte Kenntnisse zu Physiologie und Pathologie des Sehsystems. Sie lernen die Denkweise und Sprache des Ingenieurs genauso zu verstehen, wie die des Augenarztes oder Augenoptikers.
    Ophthalmotechnologen setzen medizinische Fragestellungen in technische Lösungen um, machen Mediziner mit neuen Technologien vertraut und arbeiten im besten Sinne interdisziplinär. Sie finden aber ebenso gut in allen Bereichen der Industrie interessante Tätigkeiten, in denen sowohl Wissen um Optik und Lichttechnik als auch um das visuelle System erforderlich sind (z.B. im Automobilbau: Headup-Displays, Scheinwerferentwicklung oder Consumer Elektronik: Virtual Reality Brillen etc.).

    Ob in Forschung und Entwicklung, Produktmanagement und Marketing oder Service und Vertrieb, in allen Bereichen können die Absolventinnen und Absolventen ihr technologisches Wissen einsetzen und dabei die physiologischen Zusammenhänge des visuellen Systems einbeziehen.

    Medizintechnikunternehmen mit Geschäftsfeldern im Bereich der Optik suchen hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Durch die breite technische Ausbildung erschließt sich den Absolventinnen und Absolventen ein weit darüber hinaus gehender Arbeitsmarkt in den Bereichen optische Technologien und Consumer-Optics.

  • Qualitätsmanagement / Qualitäts- und Sicherheitstechnik (QMQST)

    Der in den Firmen immer größer werdende Bereich des Qualitätsmanagements nimmt ebenfalls viele Absolventen, hier speziell des Zweiges QMQST auf:

    Wir bereiten unsere Absolventen mit vielen Spezialvorlesungen, Übungen, Praktika und Projekten auf Tätigkeiten im QM medizintechnischer Firmen vor. Als Besonderheit können Interessenten innerhalb des Regelstudiums bereits den Titel „Quality Systems Manager Junior“ der DGQ (Deutsche Gesellschaft für Qualität) erwerben.