Das Ingenieurstudium der Physikalischen Technik beruht auf der engen Verbindung von Physik und Technik. Das Studium enthält deshalb außer umfangreichen Physikanteilen auch Elemente der Elektrotechnik, der Regelungstechnik und der Feinwerktechnik.

Ein möglicher Schwerpunkt des Studiums sind die regenerativen Energien. In mehreren Vorlesungen und Praktika werden solarthermische Systeme, die Herstellung von Solarzellen und Photovoltaiksysteme behandelt. Die Bachelorarbeit wird entweder in einer Firma oder bei uns im Labor für Solartechnik durchgeführt.

In der Ausbildung steht im Bereich der Photovoltaik und Solarthermie eine gute Laborausstattung zur Verfügung, die im Rahmen von Praktika, Projekt- und Abschlussarbeiten genutzt wird.

Auch im Bereich der Forschung lassen sich damit neue Erkenntnisse gewinnen, wie z. B. die Verbesserung der Simulation von Solaranlagen durch lokale Strahlungsdaten.

  • Praktikum „Mechanik, Schwingungen, Wellen und Thermodynamik“
  • Praktikum „Technische Wärme und regenerative Energien“
  • Wahlpflichtversuche zur Solartechnik
  • Messung der Sonnenstrahlung

    Ein Schwerpunkt der Arbeit im Labor für Solartechnik ist die Messung der Sonneneinstrahlung, um den Ertrag von Solaranlagen genauer simulieren zu können.

    Mit Pyranometern werden die Globalstrahlung und die direkte Sonnenstrahlung jede Sekunde gemessen und die 5-Minutenmittelwerte werden seit Jahren gespeichert. Die aktuellen Messwerte werden in das Internet gestellt.

  • Simulation von Solaranlagen

    Bei der Planung einer Solaranlage wird in der Regel mit Hilfe eines Simulationsprogramms der zu erwartende Energieertrag abgeschätzt. Die Simulation von Solarthermieanlagen und Photovoltaikanlagen ist ein wichtiger und umfangreicher Teil bei unserer Ausbildung der Studierenden. Mit unseren Strahlungsmessungen kann die Simulation noch verbessert werden.

  • Überprüfung der Simulationsrechnungen

    Die Genauigkeit der Simulationsrechnungen prüfen wir an unseren eigenen Solaranlagen nach. Unser Laborgebäude ist ein Versuchshaus mit solarthermischer Heizungsunterstützung  Die Temperaturen und Wärmeströme werden alle 15 Minuten mit Hilfe eines Labview-Programmes gemessen. So können alle Betriebszustände auch später detailliert analysiert und mit der Simulation verglichen werden.

    Bei der Photovoltaikanlage (1,4 kWp) auf dem Dach des Solarhauses messen wir die eingespeiste elektrische Energie und überprüfen so das Simulationsergebnis.

  • Mehrertrag von nachgeführten Solaranlagen

    Vor dem Solarhaus befindet sich eine kleine PV-Anlage, die zweiachsig der Sonne nachgeführt wird
    („Solartracker“ Abb. siehe unten).

    Wir berechnen aus unseren Strahlungsmessungen auf dem Dach des Solarhauses die Einstrahlung auf diese nachgeführte Fläche und vergleichen das Ergebnis mit der auf dem Solartracker gemessenen Einstrahlung.

    Das Ziel ist die Vorhersage des langfristigen Mehrertrages einer nachgeführten Anlage, denn dieser
    Mehrertrag hängt von den lokalen Wetterbedingungen ab.

    Solartracker, Laborgebäude und
    Strahlungsmessstation