Learning Business by doing Business

Das IAW des FB MW begeistert BWL-Studierende mit Unternehmensplanspiel

Intensive Diskussionen um Marktpositionen und Marketingstrategien. Foto: Hardkop/FH Lübeck

Selbst dem Seminar-Maskottchen war es zu warm. Foto: Hardkop/FH Lübeck

Es waren die zwei bisher heißesten Tage des Jahres. Dennoch ließen sich 22 BWL-Studierende nicht davon abbringen, am Unternehmensplanspiel General Management teilzunehmen. 

Ende Juli 2018 und somit nach dem offiziellen Ende der Vorlesungszeit stellten sich die BWL-er*innen freiwillig den Anforderungen des Unternehmensplanspiels unter dem Motto Virtual Reality – Real Experience. Bei diesem Zusatzangebot handelte es sich um ein Simulationsspiel, das vom Institut für angewandte Wirtschaftswissenschaften (IAW) der Fachhochschule bereitgestellt wurde.

Nach einer kurzen Einführungsphase in das Planspiel über die sehr komplexen Bereiche von unternehmerischen Entscheidungen, teilten sich die Studierenden in vier ‚virtuelle‘ Unternehmen auf und zogen sich in unterschiedliche Räume zurück. Anhand von umfangreichem Material und unter Verknüpfung aller im Studium erworbener Kenntnisse galt es, strategische und marktorientierte Maßnahmen in Reaktion auf wechselnde mikro- und makroökonomische Szenarien zu ergreifen.

Die Aufteilung auf unterschiedliche Räume war notwendig, um Industriespionage zu vermeiden und sich vor unerwünschter Einflussnahme der anderen in der Branche etablierten Unternehmen zu schützen. 
Innerhalb der einzelnen Gruppen führten die Studierenden erbitterte Diskussionen zwischen den Finanz-, Personal-, Einkaufs-, Vertriebs- und Marketingabteilungen, die trotz Zielkonflikte den gewinnmaximierenden Weg finden mussten. Dabei mussten die „Spielvorgaben“ als reale Marktbedingung/ -situation unbedingt berücksichtigt werden. Die Vorgaben waren: 

  1. Die Marktposition muss trotz der eingetrübten Konsumfreude in der Volkswirtschaft verteidigt werden!
  2. Wie kann den Kunden vermitteln werden, dass es sich bei dem Angebot um ein qualitativ hochwertiges Produkt handelt und so der relativ hohe Preis gerechtfertigt ist?
  3. Es ist auf Selbstkosten zu achten, um Stückverluste zu vermeiden!
  4. Mit den eigenen Fertigungsanlagen, die nach geltenden Umweltstandards völlig veraltet sind, wird die Konkurrenz innerhalb kürzester Zeit im Verdrängungswettbewerb als Gewinner dastehen und das Unternehmen vom Markt drängen!
  5. Ohne mehr Vertriebsmitarbeiter*innen kann keine effektive Bearbeitung des Auslandsmarktes garantiert werden!

Ungeachtet der hoch sommerlichen Temperaturen wurde in den Gruppen intensiv gearbeitet, geplant, entworfen und selbst in den Pausen weiter über die Motivation von Mitarbeiter*innen und über Lagerbestände, Investitionsentscheidungen und Produktivität gesprochen und neue Strategien im Rahmen des Wettbewerbsumfelds diskutiert.

Barbara Hardkop, Dipl.-Volksw. und Lehrkraft für besondere Aufgaben am Fachbereich Maschinenbau und Wirtschaft, hatte die zwei Planspieltage organisiert. Am Ende der Veranstaltung resümierte sie über das Engagement und den Erfolg dieses Zusatzangebots: „Die Veranstaltung war geprägt von großem Interesse, ungeheurer Spannung und enormen Wetteifer. Es war für alle Beteiligten ein höchst gelungener Abschluss des Semesters und hat nach Meinung aller richtig Spaß gemacht hat. Chapeau vor solch einem Einsatz!"

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