Neue Wege im Bauwesen der FH Lübeck - FH besetzt Professur für Soziologie der gebauten Umwelt

Dr. Marcus Menzl ist neuer und erster Professor für die Soziologie der gebauten Umwelt am Fachbereich Bauwesen der FH Lübeck.

Dr. Marcus Menzl ist neuer und erster Professor für die Soziologie der gebauten Umwelt an der FH Lübeck. Foto: FH Lübeck

Mit der Besetzung dieser Professur beschreitet der Fachbereich neue Wege in der Lehre. Die thematischen Schwerpunkte dieser neuen Orientierung befassen sich mit dem Verhältnis von gebauter Umwelt und sozialen Prozessen, also dem Wechselspiel zwischen Stadtplanung, Architektur, Sozialer Arbeit, Bauingenieurwesen, Immobilienwirtschaft und vielem mehr. In diesem Umfeld von Grundlagen der Stadt- und Regionalsoziologie sowie thematischen Vertiefungen aus den Bereichen der Architektur bzw. des Bauingenieurwesens ist die neue Studienrichtung angesiedelt.

Marcus Menzl ist seit über 20 Jahren auf diesem Gebiet tätig. Lehrerfahrung konnte er schon während seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Stadt- und Regionalsoziologie der TU Hamburg-Harburg und an der HafenCity Universität Hamburg erwerben. In den letzten Jahren war er u.a. als Dozent im Masterstudiengang Real Estate Management an der TU Berlin tätig und vertrat Professuren  an der Universität Kassel und  an der Hochschule Fulda. 

In den letzten zehn Jahren war Menzl bei der HafenCity Hamburg GmbH beschäftigt und verantwortete dabei alle Aspekte der sozialen Entwicklung des neuen Stadtteils. Dies beinhaltete die Planung von sozialer Infrastruktur (u.a. Kitas, Schulen, Spiel- und Sportplätzen) ebenso wie die praktische Umsetzung von Zielsetzungen wie „soziale Mischung“ oder „inklusive Quartiersentwicklung“. Aber auch prozessbezogene Fragen wie Formen der Bürgerbeteiligung, des Aufbaus von lokalen Netzwerken und Vereinen oder der Konfliktklärung gehörten in sein Aufgabenspektrum.   

Über die gesamte Zeit seiner bisherigen beruflichen Tätigkeit war Menzl auch in der Forschung tätig, dabei ging es zum Beispiel um Motive und Effekte von Wohnstandortentscheidungen, um Qualitäten öffentlicher Räume und den Umgang mit lokalen Protestbewegungen. Im Rahmen der langjährigen beruflichen Praxis kamen umfassende Erfahrungen in nationalen und internationalen Forschungsprojekten hinzu. Menzl bewegt sich seit Jahren an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis und sieht hierin einen großen Vorteil im Vermittlungsprozess von anwendungsorientierter Lehre.

„Ich freue mich darauf, die in der Praxis gesammelten Erfahrungen nun wieder verstärkt in die wissenschaftliche Lehre und Forschung zurückfließen zu lassen, sie weiter zu reflektieren und durch gezielte Forschungsaktivitäten zu vertiefen“ sagt Menzl über sein neues Aufgabengebiet an der FH Lübeck.

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