5. Dezember ist „Internationaler Tag des Ehrenamtes“

Ehrenamt ist Ehrensache für FH-Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten

Stipendiatinnen und Stipendiaten und ihre Ehrenämter. Foto: Julika Simon

"Menschen helfen" steht im Vordergrund. Foto: G. Krepinsky

Leo’s helfen auch beim Kochen. Foto: K. Müller

Jugendarbeit bei Leo. Foto: K. Müller

Engagement in der Jugendarbeit des Deutschen Jugend-Brassband Lübeck e.V. von 1949. Foto: H. Willert

Ehrenamtliches bei Freiwilligen Feuerwehren. Foto: G. Krepinsky

Ob im Naturschutz, im Sport, in der Jugendarbeit, in sozialen und politischen Bereichen oder in Freiwilligen Feuerwehren, eine gewaltige Anzahl von freiwilligen Helferinnen und Helfern engagiert sich ehrenamtlich in den verschiedensten Bereichen und leistet damit einen ganz wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Weltweit geht die Zahl der Ehrenamtlichen in die Millionen.
Jährlich am 5. Dezember, würdigt der „Internationale Tag des Ehrenamtes“ diese freiwilligen Helferinnen und Helfer.

Auch für viele der Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten der Fachhochschule Lübeck ist das Ehrenamt Ehrensache. Sie liefern neben ihren guten Studienleistungen auch noch hohes soziales und helfendes Engagement auf vielfältige Weise für das Gemeinwesen. Die Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten geben in ihrer Freizeit bspw. Sprachunterricht für Geflüchtete, gestalten Ferienprogramme für Kinder, organisieren Sportkurse oder sind aktiv in freiwilligen Feuerwehren.

Diese Leistungen erkennen der Bund, private Förderer und die teilnehmenden Hochschulen gemeinsam mit dem Deutschlandstipendium an. Ausschlaggebend für die Vergabe von Deutschlandstipendien sind neben hervorragenden Noten auch der persönliche Einsatz wie etwa die Ausübung eines Ehrenamtes.
Anlässlich des „Internationalen Tag des Ehrenamtes“ hat die FH Lübeck bei ihren Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten angefragt, um welche ehrenamtlichen Aktivitäten es sich handelt. Dabei ist Erstaunliches herausgekommen. 

Im Folgenden berichten Studierende über ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten neben dem Studium. 
„Mein Name ist Gerald Krepinsky und ich studiere im dritten Mastersemester Technische Biochemie an der FH Lübeck. Außerhalb des Studiums engagiere ich mich aktiv in der freiwilligen Feuerwehr Mori in Stockelsdorf. Aufgrund meines Interesses bin ich bereits 2005 der Jugendfeuerwehr Stockelsdorf beigetreten, in der ich die feuerwehrtechnische Grundausbildung erlernte. Davon profitierte ich bei meinem Übertritt in die aktive Abteilung im Jahr 2008. Zusätzlich erweitere ich mein Wissen bei wöchentlichen Dienstabenden, Lehrgängen und Schulungen. Dadurch die Möglichkeit zu haben, Menschen in Notsituationen helfen zu können, ist für mich die größte Motivation am aktiven Dienst“, schreibt Gerald Krepinsky über sein Ehrenamt in einer Freiwilligen Feuerwehr.

Katja Müller Studentin der Betriebswirtschaftslehre (BWL) an der FH Lübeck ist in vielen Aktivitäten unterwegs. Sie schreibt: „Ich bin Katja (27), Studentin der FH-Lübeck und engagiere mich beim LEO Club Lübeck Sieben Türme. Leadership Experience Opportunity, kurz LEO, ist die Jugendorganisation von Lions Clubs International mit dem Motto. „We Serve“. Wir LEOs helfen örtlichen Vereinen, Organisationen und weiteren unterstützungsbedürftigen Vereinigungen durch tatkräftige Mithilfe oder dem Sammeln von Spenden. Dabei machen wir vielfältige Aktivitäten wie beispielsweise: Sammeln von Essensspenden für die Tafel, Ausflüge und Unternehmungen mit geflüchteten Jugendlichen oder blinden Menschen, Kochen mit Eltern kranker Kinder im Ronald McDonald-Haus, Organisation wohltätiger Events (Profs Legen Auf, Rent a LEO) und sammeln dabei Spendengelder und vieles mehr. An diesem Ehrenamt gefällt mir besonders anderen Menschen im meinem Umfeld zu helfen, die es im Leben nicht so leicht haben. Und um das zu verwirklichen kann ich mithelfen kreative Projekte zu entwickeln, planen und umzusetzen. Die LEOs sind dabei immer offen für neue Ideen und helfende Hände“, beschreibt sie ihre vielfältigen Aktivitäten bei LEO und fügt an: „Wer mehr über den LEO Club Lübeck Sieben Türme erfahren möchtet, findet uns auf Facebook.“

Ganz anders engagiert sich Helge Willert. Er beschreibt sein Engagement in der Jugendarbeit wie folgt: „Ich bin ehrenamtlich in der "Deutschen Jugend-Brassband Lübeck e.V. von 1949" (DJB) aktiv. Dort leite ich seit 2015 ehrenamtlich das Register der Percussion und bin dadurch ebenfalls aktives Vorstandsmitglied. Zu meinen Aufgaben und in meiner Mitverantwortung gehören die Aus- und Fortbildung der Musiker und Musikerinnen, die Leitung, Planung und Organisation der Auftritte und Proben und die Auswahl und Zusammenstellung des Repertoires. Die DJB ist eine junge dynamische Brassband, deren oberstes Ziel es ist, neben der musikalischen Aus- und Weiterbildung, eine fundierte Jugendarbeit zu betreiben.“

Julika Simon ist gleich in zwei Einrichtungen ehrenamtlich aktiv. Sie berichtet über ihre Motive und dem Willen, Menschen zu helfen. "Ich bin in der DLRG in meiner Heimat und in Lübeck aktiv sowie in der Freiwilligen Feuerwehr in meinem Heimatort. Bei diesen beiden Tätigkeiten gefällt mir besonders die Gemeinschaft und der Zusammenhalt, der durch das Verfolgen eines gemeinsamen Ziels entsteht: anderen Menschen zu helfen. 

Dies kann unterschiedlich erfolgen; in der Feuerwehr bekämpfen wir natürlich Brände, oft sind aber auch technische Hilfeleistungen gefordert, wie z.B. bei Autounfällen oder bei Hochwasser, außerdem leisten wir auch Brandwachen bei kulturellen Veranstaltungen. 

Da meine Heimat nicht wie Lübeck am Meer liegt, engagiere ich mich in meiner Heimat-Ortsgruppe der DLRG vor allem in der Jugendausbildung. In Lübeck bietet sich der Wasserrettungsdienst in Travemünde an, bei dem wir während der Saison (Mai-September) ehrenamtlich für die Sicherheit der Badegäste vor Ort sind," beschreibt Julika ihre Aktivitäten. 

Die Studierenden im Deutschlandstipendienprogramm engagieren sich aus Überzeugung in ihren Ehrenämtern. Bei allen Stipendiatinnen und Stipendiaten ist sehr deutlich geworden, dass dieses Engagement neben dem Studium das Zünglein an der Waage für ein Stipendium war. Zugleich empfehlen die Studierenden die Ausübung von Ehrenämtern als einen Beitrag für das gesellschaftliche Gemeinwohl und wenden sich damit an weitere Studierende, sich ebenfalls ehrenamtlich zu betätigen. Damit erlangen sie nicht nur bessere Chancen bei der Bewerbung für ein Stipendium, sondern damit bekommen sie auch die Möglichkeit, schon während des Studiums Einblicke in die Berufswelt zu nehmen und ein Netzwerk für spätere Karrieren aufbauen zu können.