36 Deutschlandstipendien neu vergeben – FH Lübeck begrüßte neue Unternehmen in der Förderrunde 2017

Im November 2017 wurden wieder 36 Stipendien im Rahmen des Deutschlandstipendien-Programms (DSt-Programm) vergeben. Bei der feierlichen Vergabezeremonie begegneten sich die Unternehmensvertretungen mit ihren Stipendiaten und Stipendiatinnen z. T. zum ersten Mal und hatten im Buddenbrookhaus in der Lübecker Innenstadt reichlich Gelegenheit sich kennenzulernen und auszutauschen. Eine zusätzliche Gelegenheit ergab sich spätestens nach der offiziellen Stipendienvergabe während des organisierten Besuchs im Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum.

Deutschlandstipendium – Förderrunde 2017. Foto: FH Lübeck

Zum guten Schluss hat die Kultur das Wort - Besuch im Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum. Foto: FH Lübeck

Erste Kontaktaufnahme - Stipendienübergabe. Foto: FH Lübeck

In gewohnter Manier – Jan-Friedrich Schütt vergibt zwei weitere Stipendien. Foto: FH Lübeck

Förderrunde 2017 - Gruppenbild vor dem Buddenbrookhaus. Foto: FH Lübeck

Die Fachhochschule Lübeck ist seit 2012 im Deutschlandstipendienprogramm aktiv. Sie ist damit eine der ersten Hochschulen im DSt-Programm und zählt mittlerweile zu einer der Best Practice-Hochschulen. Seit dem Sommersemester 2012 können sich leistungsstarke und engagierte Studierende im Programm bewerben. Sie können darüber einkommensunabhängig mit 300,- Euro pro Monat unterstützt werden. Die Hälfte der Unterstützung kommt von Unternehmen, Privatpersonen, Stiftungen und Verbänden und stammt zur anderen Hälfte aus dem DSt-Programm des Bundes. Seit der ersten Stipendienrunde wurden 124 Stipendiaten und Stipendiatinnen der FH Lübeck aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen von insgesamt 32 Unternehmen, Stiftungen und Privatpersonen gefördert.

In der Förderrunde des Jahres 2017 konnte die FH Lübeck drei neue Förderer begrüßen. Dieses sind das Ing.-Büro Horn + Horn, die Dataschalt engineering GmbH und das Ing.-Büro Oemig und Partner. 
Nach den Motiven der neu hinzugekommenen Unternehmen gefragt, äußerte sich Dipl.-Ing. Olaf Petersen von der Geschäftsleitung des Ing.-Büros Horn + Horn aus Neumünster: „Durch den fortschreitenden Nachwuchsmangel sehen wir die Vergabe von Stipendien als eine Möglichkeit, den Berufsstand zu fördern. Hierbei geht es weniger um die Person, die das Stipendium erhält, als um das Zeichen gegenüber dem Bewerbermarkt im Allgemeinen. Wir haben auch jüngere Mitarbeiter/innen gewinnen können, die ein Stipendium hatten. Man könnte unser Engagement auch als einen Teil der gesellschaftlichen Verantwortung formulieren. Das System des Deutschlandstipendiums erscheint uns als gut geeignetes Mittel, dieser Verantwortung gerecht zu werden.“

Das Deutschlandstipendien-Programm kommt gut an, nicht nur bei den Studierenden. Auch die teilnehmenden Unternehmen bewerten die Stipendien-Initiative der Bundesregierung äußerst positiv. Sie sehen es als eine zukunftsweisende Chance, durch eine Teilnahme das eigene Unternehmen zu profilieren und frühzeitig qualifizierten Nachwuchs anzusprechen.

„Gut ausgebildete Mitarbeiter/innen sind die Basis des Wirtschaftsstandortes Deutschland und in besonderen Maße auch der Erfolgsfaktor bei einem Technologie-Unternehmen wie der DATASCHALT engineering GmbH“, sagt Dr. Volker Reimann, Managing Director Operations and Sales bei der Dataschalt aus Lübeck. Und er fügt weiter an: „Wir möchten als Unternehmen unseren Beitrag dazu leisten, begabten und engagierten Studierenden einen erfolgreichen Studienabschluss zu ermöglichen. Durch das Stipendium sehen wir natürlich auch eine Möglichkeit, neue potentielle Mitarbeiter/innen kennenzulernen. Daher bieten wir neben der finanziellen Förderung unserem Stipendiaten an, in unserem Unternehmen bereits die zukünftige Berufswelt kennenzulernen und bei Wunsch, auch die Abschlussarbeiten bei DATASCHALT engineering durchzuführen. Ein frühes Engagement in der Ausbildung zukünftiger Fachkräfte ist unsere Strategie, um weiter erfolgreich zu wachsen.“

Der Unternehmer Jan-Friedrich Schütt von Friedrich Schütt + Sohn Baugesellschaft mbH & Co. KG ist auch im Stipendienprogramm engagiert und sieht es ähnlich. Er erkennt das Potenzial, das im Programm steckt. „Wir als großes Bauunternehmen sind sehr auf qualifizierten Nachwuchs angewiesen. Eine Nachwuchsförderung durch staatliche Finanzierung sollte auch von Seiten der Unternehmen durch Beiträge gefördert werden. Wir wollen die jungen Menschen in ihrer Ausbildung damit unterstützen und wollen uns so möglichst gut präsentieren, auch im Sinne einer frühzeitigen Bindung an unser Unternehmen.“ Schütt weiß wovon er spricht, denn die Friedrich Schütt + Sohn Baugesellschaft mbH & Co. KG ist ein Förderer der ersten Stunde. 

Für Jan-Friedrich Schütt ist das Programm bestens geeignet, die Verbundenheit mit der Region Lübeck und der Fachhochschule auszudrücken, denn er selbst hat Bauingenieurwesen an der FH Lübeck studiert. Über das Programm und seine Vorteile weiß er durch das mehr als fünfjährige Dabeisein zu urteilen. Er spricht dabei einen aktuell wachsenden Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften an und sieht in der Teilnahme am Stipendienprogramm die Chance, frühzeitige Kontakte zu besonders fähigen Studierenden herzustellen.

Unternehmen, die an frühzeitigen Kontakten zu qualifizierten Absolventinnen und Absolventen interessiert sind und im Wirtschaftsraum Lübeck am Deutschlandstipendien-Programm teilnehmen möchten oder Privatpersonen, die sich an der Förderung eines talentierten wissenschaftlichen Nachwuchses beteiligen möchten, können sich auf der Internetseite der FH Lübeck www.fh-luebeck.de/deutschlandstipendium informieren oder direkt Kontakt mit Nicola Grabow, Tel.: 0451/ 300 5458, E-Mail: deutschlandstipendium(at)fh-luebeck.de aufnehmen.

Das Deutschlandstipendium ist das größte öffentlich-private Stipendienprogramm in Deutschland und fördert junge Talente an staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen. Studierende aller Fachbereiche erhalten einkommensunabhängig 300 Euro im Monat. Das Besondere: 150 Euro tragen private Förderer wie Unternehmen, Stiftungen und Privatpersonen. Die andere Hälfte steuert der Bund bei. Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten zählen zu den Besten ihres Fachs, engagieren sich ehrenamtlich oder haben sich ihren Weg an die Hochschule erkämpft. 2016 wurden bundesweit 25.500 Studierende gefördert. 

www.deutschlandstipendium.de