In Zeiten geringerer Bautätigkeit, wie in den vergangenen Jahren, ist es notwendig,
Nischen und Neuland zu besetzen, insbesondere im Fachgebiet Architektur.
Hier sind neben Begabung, Ausdauer und besonderem Engagement im Studium und Beruf auch kommunikative Fähigkeiten erforderlich, um erfolgreich zu sein.
Für das Fachgebiet Bauingenieurwesen gehen Prognosen der deutschen Bauindustrie von einem Mangel an qualifizierten Bauingenieuren/innen aus:
"Der Bauingenieurmangel herrscht deutschlandweit."
Gemäß einer Analyse der Bauverbände benötigt die deutsche Bauwirtschaft
im kommenden Jahr zur Erfüllung ihrer Aufgaben national wie international mindestens 4.500 junge Bauingenieure.
Aufgrund der gesunkenen Erstsemesterzahlen sind im Jahre 2011 nur noch rund 3.100 Absolventen zu erwarten.
Bundesweit droht damit eine jährliche Lücke von 1.400 Bauingenieuren.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sagt bis zum Jahr 2014 deutschlandweit einen Mangel von 12.000 Ingenieuren voraus.
"Wer heute ein Bauingenieurstudium aufnimmt, studiert gegen den Trend und hat beste Berufsaussichten, denn Ingenieure bauen die (unsere) Zukunft."
Das Berufsbild der Stadtplanung hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert:
neben die 'klassischen' Aufgaben - z.B. Erstellung von Flächennutzungs- und Bebauungsplänen zur Bewältigung der vorgenannten Aufgaben treten vermehrt integrative Entwicklungs- und Managementaufgaben.
Es wurden und werden immer mehr Arbeitsmöglichkeiten außerhalb der öffentlichen Verwaltungen in privaten Planungsbüros, im Bereich der Unternehmensberatung bzw. Consulting, bei Großunternehmen und im Bereich der Projektentwicklung sowie im Ausland angeboten.
Durch diese Vielfalt an Arbeitsmöglichkeiten finden die meisten unserer Absolventen schnell einen Arbeitsplatz. Auch ist die Stadtplanung nicht direkt von den Schwankungen der Immobilienmärkte betroffen, da die meisten Planungen langfristiger Natur sind. Dadurch verringert sich die Krisenanfälligkeit ('boom and bust') der Branche deutlich. Die Berufsbezeichnung 'Stadtplaner' ist gesetzlich geschützt und darf nur von den Fachleuten verwendet werden, die in der entsprechenden Liste der Stadtplaner und Architektenkammern der Länder eingetragen sind.
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Raum- und Stadtentwicklung und damit auch die Bau- und Immobilienwirtschaft in Deutschland befinden sich in tief greifenden Wandlungsprozessen. Diese teils gegensätzlichen Entwicklungen beinhalten einerseits schrumpfende Städte und Regionen, andererseits aber auch andauerndes Stadtwachstum und Suburbanisierung mit zusätzlicher Flächeninanspruchnahme für Siedlungen, Verkehr und Freizeitnutzungen.
Diese Entwicklungen sind in ähnlicher Form in Europa aber auch weltweit zu beobachten.
In schrumpfenden Bereichen stehen dabei v.a. Stadtumbau und Ortserneuerung sowie die langfristige Sicherung von Infrastrukturen und Versorgung im Vordergrund.
In Wachstumsbereichen geht es vor allem um die umwelt- und sozialverträgliche Steuerung der Flächennutzung, um z.B. die Wohn- und Lebensqualität durch attraktive Innenentwicklung von Städten und Ortszentren zu verbessern.
Vor dem Hintergrund eines europäisch geprägten Verständnisses von Stadt und ländlichen Orten (also der gesamten gebauten Umwelt) besteht die Hauptaufgabe der Stadtplanung darin,
eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung zu erzielen. Das dynamische Verhältnis z.B. der Lebensentwürfe der BewohnerInnen, der relativ begrenzten Fläche, der Komponenten Zeit und Kultur,
der Fähigkeit zur Selbsterneuerung bestimmt dabei die unterschiedlichen Aspekte und Formen des Lebens - sowohl in der Stadt als auch in den ländlichen Regionen.
Dabei, koordiniert die Stadtplanung insbesondere die unterschiedlichen Ansprüche an die begrenzte Ressource Fläche.