Fachhochschule Lübeck
Dokumente zum Thema Gleichstellung
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Gendersensible Sprache
50 % der Bevölkerung sind weiblichen Geschlechts, und es ist mehr als eine Frage der Höflichkeit, beide Geschlechter zu benennen. Die Fachhochschule Lübeck hat sich hierzu deutlich bekannt mit dem Gleichstellungsplan. Oft fehlt im Alltag aber die Übung auf sprachliche Gleichbehandlung von und für Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Studierenden, Professorinnen und Professoren, Frauen und Männern Lübeck zu achten.
Heutzutage wenden Personen, die sich öffentlich in geschriebener oder gesprochener Weise äußern, die gendergerechte Sprache kompetent an. In den Medien ebenso wie in der Politik wird inzwischen bewusst und konsequent von und für Frauen und Männer kommuniziert.
Gerade an den Hochschulen ist die sprachliche Gleichbehandlung wichtig, denn wir wollen ja mehr Frauen in die Technik holen!

Der Grund für die Anwendung gendersensibler Sprache wird klar, wenn Sie sich überlegen, wie viele Frauen genannt werden bei der Beantwortung folgender Aufgaben:
- Nenne die besten Sportler
- Nenne die besten Sportlerinnen und Sportler
Alles klar, oder?


Investieren Sie zehn Lernminuten, setzen Sie um, denken Sie um, schreiben Sie um!


Regel 1: Verwenden Sie immer beide Formen, wenn Männer und Frauen gemeint sind. Die vollständig ausformulierte Form eignet sich vor allem für fortlaufende und gesprochene Texte.
Regel 2: Nennen Sie beide Geschlechter sorgfältig und symmetrisch.
Regel 3: Vereinfachen Sie Paarformen mit dem Plural.
Regel 4: Verwenden Sie Die Kurzform "xxx/in" nur bei knappen Texten.
Regel 5: Verwenden Sie die Kurzform grammatikalisch richtig.
Regel 6: Verwenden Sie ab und zu neutrale Formen.
Regel 7: Nutzen Sie die direkte Rede.
Regel 8: Formulieren Sie kreativ um.
Regel 9: Setzen Sie bei Dokumenten, die sich an Einzelpersonen richten, die präzise Form ein.
Regel 10: Beachten Sie bei historischen Dokumenten und Übersetzungen die Hintergründe.
Regel 11: Vermeiden Sie Klischees.
Regel 12: Denken, sprechen und schreiben Sie ganz selbstverständlich für beide.


Quelle: http://www.equal.ethz.ch/publications/rules
(Wenn Sie die Regeln auf der Homepage der ETH Zürich einzeln aufrufen, finden Sie dahinter verschiedene Sprachbeispiele)


Weitere Informationen können Sie hier herunterladen:


- Leitfaden zur sprachlichen Gleichbehandlung von Frauen und Männern
    (FH Kiel)

- Gendergerechte Sprache
     (Universität Konstanz)

- Leitfaden zur geschlechtergerechten Sprache
    (Ministerium für Justiz, Frauen, Jugend und Familie des Landes Schleswig-Holstein)

- Geschlechtergerechte Verwendung von Personenbezeichnungen in Hochschulpublikationen
     (Universität Konstanz)

- Gleichberechtigte Sprache
     (FH Köln)

- Leitfaden für eine geschlechtergerechte Sprache in der Verwaltung 
   
(Senatsverwaltung Berlin)

- Sprache im Blick, Leitfaden für einen geschlechtergerechten Sprachgebrauch 
   (Gleichstellungsrat der Fachhochschule Potsdam)


Sollten noch Fragen unbeantwortet sein, melden Sie sich gerne bei uns im Gleichstellungsbüro, vielleicht können wir sie gemeinsam klären.


 


 


 


 


 
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