Die schleswig-holsteinischen Fachhochschulen sind die ersten und damit die ältesten Fachhochschulen in der Bundesrepublik. Sie wurden 1969 gegründet. Bezieht man ihre Vorgängereinrichtungen mit ein, so kann die Fachhochschule Lübeck auf eine fast 190-jährige traditionsreiche Geschichte zurückblicken.
Vorgängereinrichtungen
Die Wurzeln der Fachhochschule Lübeck reichen bis ins Jahr 1808 zurück. Am 27. Juni gründete die private Lübecker Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit eine Navigationsschule. Aus dieser Einrichtung entwickelte sich die Staatliche Fachhochschule Lübeck für Technik und Seefahrt. Bis 1978 konnte das Seefahrtspatent Kapitän auf Großer Fahrt in Lübeck erworben werden.
Die zweitälteste Vorläuferinstitution der Fachhochschule Lübeck ist die 1896 gegründete Baugewerkschule. Sie trug später auch die Namen Staatsbauschule und Staatliche Ingenieurschule für Bauwesen Lübeck.
Die jüngste der insgesamt drei Ursprungseinrichtungen der Fachhochschule Lübeck ist die Staatliche Ingenieurschule Lübeck. Sie wurde 1961 in der Hansestadt eingerichtet.
1808 Gründung einer "Navigationsschule" durch die private Lübecker Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit als Vorgängerin der ehemaligen Staatlichen Seefahrtschule Lübeck.
1825 Übernahme der Navigationsschule als öffentliches Institut durch den Staat Lübeck mit späterer Umbenennung in "Seefahrtschule" im Jahre 1914.
1896 Gründung einer "Baugewerkschule" als Vorgängerin der ehemaligen Staatlichen Ingenieurschule für Bauwesen Lübeck.
1905 Vereinigung der Navigationsschule mit der 1892 gegründeten Seedampfmaschinistenschule durch Rat- und Bürgerbeschluss.
1933 Umwandlung der Baugewerkschule nach Zustimmung des Senats in eine "Höhere Technische Lehranstalt für Hochbau Lübeck".
1937 Übernahme beider Vorgängerinstitutionen durch das Land Preußen.
Nach 1945 Trägerschaft der "Seefahrtschule Lübeck" und der "Landesbauschule Lübeck" - ab 1. April 1955 "Staatsbauschule Lübeck" - durch das Land Schleswig-Holstein
1962 Aufnahme des Lehrbetriebes der ehemaligen "Ingenieurschule für Maschinenbau, Elektrotechnik und Physikalische Technik".
1969 fasste das Land die drei Ausbildungsstätten zusammen und überführte sie unter dem Namen Staatlichen Fachhochschule Lübeck für Technik und Seefahrt in den Hochschulbereich. Seit 1973 trägt diese Hochschule den Namen Fachhochschule Lübeck.
Fachhochschule Lübeck
1969 Errichtung der "Staatlichen Fachhochschule Lübeck für Technik und Seefahrt" aus den am 1. Juni 1965 umbenannten Einrichtungen: - Staatliche Ingenieurschule für Maschinenbau, Elektrotechnik und Physikalische Technik Lübeck - Staatliche Ingenieurschule für Bauwesen Lübeck - Staatliche Seefahrtschule Lübeck, soweit es sich um den Ausbildungsgang zum Kapitän auf großer Fahrt handelt. (Dieser Studiengang wurde 1978 eingestellt)
1971 Übernahme eines Neubaues durch die Fachrichtungen Architektur und Bauingenieurwesen
1973 Neubezeichnung in "Fachhochschule Lübeck"
1976 Beginn des Studienangebotes in der Fachrichtung Technisches Gesundheitswesen
1977 Eingliederung der Fachrichtung Technische Chemie aus Neumünster
1989 Totalsperrung des Laborhochhauses.
Einrichtung der Stelle eines/einer Beauftragten für den Technologietransfer
1991 Inbetriebnahme eines zweiten Verfügungsbaues und der Mensa
1992 Erweiterung des Studienangebotes um den achten Studiengang Wirtschaftsingenenieurwesen
Einrichtung eines Akademischen Auslandsamtes Wahl der ersten hauptberuflichen Frauenbeaufragten
1993 Neugliederung in die Fachbereiche - Angewandte Naturwissenschaften mit den Studiengängen Physikalische Technik, Technische Chemie und Technisches Gesundheitswesen (auch als Zusatzstudiengang) - Bauwesen mit den Studiengängen Architektur und Bauingenieurwesen - Elektrotechnik mit den Studiengang Elektrotechnik - Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen mit den Studiengängen Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen Abriss des Laborhochhauses Übergabe des Gebäudes für Laboratorien der Physikalischen Technik
1997 Übergabe der Gebäude 17 und 18 als Ersatz für das Laborhochhaus