Fachhochschule Lübeck
Inhalte KIM Mikrosystemtechnik
Mikrosystemtechnik was habe ich mir darunter vorzustellen?
Mikrosystemtechnik ist seit ca. 10 Jahren ein Begriff für den Trend, moderne technische Geräte und Systeme mit immer mehr Funktionen auf immer kleinerem Raum zu realisieren. Erreicht wird das durch die Verknüpfung von Mikroelektronik, Mikromechanik, Mikrooptik und Sensorik.
Auch wenn der Name Mikrosystemtechnik noch nicht so verbreitet ist, so kennt doch jeder einige spektakuläre Produkte, wie beispielsweise den Abspielkopf eines CD-Players, den Tintenstrahlkopf eines Druckers, die Auslösung eines Airbags im Auto oder winzige Herzschrittmacher und Hörgeräte. Das beliebte Handy wäre ohne Miniaturisierung nie ein Massenprodukt geworden.
Die Beispiele zeigen, dass heute die Technologien der Mikrosystemtechnik in nahezu allen technischen Bereichen eingesetzt werden: Elektrische und physikalische Messgeräte, Autoelektronik, Computertechnik, Kommunikation, Medizintechnik, Umwelttechnik, und viele mehr.
Es ist aber nicht nur die Verkleinerung, sondern gerade die geschickte Zusammenfassung von elektronischen, mechanischen und optischen Komponenten zu einem intelligenten System, welche die Mikrosystemtechnik für die Zukunft immer interessanter macht. Nicht nur die großen Firmen sondern zunehmend auch kleine mittelständige Unternehmen setzen diese Techniken ein. Daher sind gut ausgebildete Ingenieure der Mikrosystemtechnik heute weltweit sehr gefragt.
Was lerne ich in der Mikrosystemtechnik
Die besonderen Technologien und Fertigkeiten der Mikrosystemtechnik verlangen eine breite Grundlagenausbildung in der Elektrotechnik, Physik und Mathematik. Diese werden Sie in den drei Semestern des Grundstudium erhalten.
Das Hauptstudium dauert inklusive eines Praxissemesters und abschließender Diplomarbeit fünf Semester und hat die Schwerpunkte:
- Mikroelektronik
Sie lernen analoge und digitale Schaltungs-technik, Mikroprozessortechnik und hoch-integrierte Schaltungen    kennen. Besonderen Wert wird auf rechnerunterstützte Entwurfs-methoden und Computersimulation von  elektronischen Schaltungen gelegt.
- Halbleiterphysik
Halbeiterpysik und Halbleitertechnologie ist die Basis für die Realisierung von Bauelementen und integrierten Schaltungen.
- Schichttechnologien
Moderne elektronische Schaltungen werden heute mit Hilfe von Dünn- und Dickschicht-techniken realisiert.
- Mikromechanik und elektronische Baugruppen
Realisierung von kleinen mechanischen Sensoren, z.B. aus Silizium. Aufbau von Baugruppen mit Oberflächenmontagetechniken.
- Optoelektronik und Lichtwellenleitertechnik
Optische Bauelemente wie Halbleiterlaser und Glasfasern zur Lichtübertragung sind heute sehr häufig in kleinen Systemen integriert.
- Mess-und Regelungstechnik
Schwerpunkte sind Sensoren zur Messung von physikalischen, medizinischen und umwelt-spezifischen Größen sowie rechnerunterstützte automatisierte Messtechnik.
Labore und Praktika
Die Ausbildung erfolgt sehr praxisorientiert in modernen, neu eingerichteten Laboren.
Welcher Weg passt zu mir?
Das hängt ganz von Ihren Neigungen ab.
Der Weg über die Elektrotechnik bedeutet eine breite Grundlagenausbildung in der Elektrotechnik, Elektronik, Messtechnik und Informatik mit besonderen Schwerpunkten beim Entwurf elektronischer Schaltungen und der Realisierung von kleinen intelligenten Systemen und Geräten.
Der Weg über die Physikalischen Technik bedeutet eine breite Grundlagenausbildung in der Physik und Konstruktion, mit besonderen Schwerpunkten in der Halbleiter- und Dünnschichttechnik sowie Optoelektronik und Lichtwellenleitertechnik.
Was muss ich also tun?
Wenn Sie sich für ein Studium Mikrosystemtechnik interessieren, müssen Sie sich entweder für den Studiengang Elektrotechnik KIM oder für den Studiengang Physikalische Technik entscheiden und einschreiben. Zusätzliche Informationen erhalten Sie auf den Internetseiten der beiden Studiengänge und der Mikrosystemtechnik. Die Adressen stehen weiter unten. Auskünfte erhalten Sie auch in den Sekretariaten der Fachbereiche Elektrotechnik (Elektrotechnik KIM) oder Angewandte Naturwissenschaften (Physikalische Technik). Gerne kann Ihnen auch ein persönliches Gespräch mit Professoren der Mikrosystemtechnik vermittelt werden.
Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?
Voraussetzung für ein Studium an der Fachhochschule Lübeck ist in der Regel die Fachhochschulreife oder höherwertige Abschlüsse. Ferner ist der Nachweis einer praktischen Tätigkeit (Grundpraktikum) bis zum Vordiplom erforderlich. Unterlagen zur Einschreibung in einen Studiengang erhalten Sie in der Zulassungsstelle.
Was bietet die Fachhochschule Lübeck außerdem?
Ein Studium an der Fachhochschule bietet Ihnen eine qualifizierte, zukunftsorientierte Ausbildung in modernen Laboratorien. Die Studiengruppen sind überschaubar. Man kennt sich. Massenbetrieb gibt es an der Fachhochschule mit rund 3000 Studierenden nicht.
Aber auch hinsichtlich Ihrer Freizeitgestaltung hat Lübeck einiges zu bieten. Hier können Sie jede Art des Wassersports betreiben. In Lübeck studieren heißt dort zu wohnen, wo andere Urlaub machen.
Prof. Dr. rer. nat. Dipl.-Phys.
Reiner Orlowski
 
Elektrotechnik und Informatik
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